"Griff in die Kiste"-Lösung: Bin-Picking-Roboterzelle für die automatisierte Rohteilzuführung

Bin-Picking-Roboterzelle für die automatisierte Rohteilzuführung

Viele reden davon – kaum einer macht’s: Bis dato sind robotergestützte Lösungen für den berühmten „Griff in die Kiste“ in der automatisierten Serienfertigung noch selten zu finden. Vor allem an der Prozessstabilität fehlt es den meisten Systemen. Eine Bin-Picking-Roboterzelle aus dem Modul-Programm von iNDAT beweist als Teil einer vollautomatischen Produktionslinie für PKW- und LKW-Kolben nun volle Industrietauglichkeit im Praxiseinsatz.Geschmiedete Rohteile, die als Schüttgut in einer Gitterbox bereitgestellt werden, vereinzelt ein Roboter. Anschließend werden sie dem weiteren Bearbeitungsprozess zugeführt. Die Bin Picking-Zelle ist mit einem bis drei Stellplätzen für Gitterboxen erhältlich, benötigt wenig Platz und zeigt sich sehr flexibel; u.a. lassen sich unterschiedliche Geometrien der Rohteile über die 3D-CAD-Daten sehr schnell einteachen.

Den „Griff in die Kiste“ übernimmt ein 6-Achs-Roboter, der – je nach Werkstück, Material und Geometrie – mit verschiedenen Greifersystemen ausgerüstet werden kann. Beispielsweise sind auch Magnetgreifer möglich, die viele verschiedene Greifpositionen zulassen, so dass auch komplexe Formen definiert gegriffen werden können.

Die optimale Greifposition wird von einer Robot-Vision-Lösung auf Basis von zwei Standardkameras und einer speziellen Laserbeleuchtung ermittelt. Damit lassen sich auch komplizierte Teilegeometrien in allen Tiefenlagen der Gitterboxen exakt erfassen.

Bildverarbeitung und Greifertechnologie sind perfekt aufeinander abgestimmt, so dass der Griff nicht nur schnell (die Bin-Picking-Zelle erreicht Taktraten < 15 Sekunden) und sicher, sondern auch mit hinreichender Präzision erfolgt. Entsprechend hoch ist auch die Genauigkeit beim Ablegen, das lageorientiert auf ein Band, auf eine Zentrier- oder Umgreifstation oder direkt in die Aufnahme einer Werkzeugmaschine erfolgen kann.

Die Bin Picking-Zelle ist Teil des iNDAT Modul-Programms. Diese Lösungen sind konsequent für die modulare und flexible Produktion der Zukunft ausgelegt. Sie lassen sich vergleichsweise einfach an sich ändernde Produktionsbedingungen anpassen und mit wenig Aufwand in die Fertigung integrieren. Das Programm umfasst u.a. Roboterzellen und Portale für verschiedene Standardanwendungen in der automatisierten Fertigung. Dazu gehören das Be-/Entladen von Werkzeugmaschinen oder auch verschiedene Bearbeitungsschritte im Rahmen der Veredelung von Teilen (z.B. Entgraten).

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